Raymond Queneau – Zazie in der Metro
Queneau beschreibt einen Besuch der jungen Zazie aus dem Umland von Paris in der Hauptstadt irgendwann nach dem 2. Weltkrieg. Früh-pubertär und ordinär kommentiert sie menschliche Eitelkeiten und Fehler um sich herum und ist bei allemdem selbst am meisten eitel. Naiv hatte sie sich auf eine Fahrt mit der Metro gefreut, doch gerade die streikt während ihres Kurzbesuchs, der weniger als zwei Tage umfasst.
Eigentlich bei ihrem Onkel “Gabriella” untergebracht, der als Tänzer in einer Schwulenbar sein Geld verdient, macht sie sich schon früh morgens selbst auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Bald wird sie von einem Mann angesprochen, vom dem sie von Anfang an nichts anderes vermutet, als dass er ihr an die Wäsche will. Trotzdem geht sie mit, weil sie sich von ihm “Bludschins” kaufen lassen möchte.
Gegen Ende der kurzweiligen Erzählung wird es zunehmend surreal. Die Spannung entlädt sich in einer großen Kneipenschlägerei und die Helden entkommen mit Hilfe eines versteckten Fahrstuhls und durch die Pariser Kanalisation dem sicheren Tod. Hier ist nicht mehr klar, ob sich Zazies Träume nach einem aufregenden Abend in Paris wirklich erfüllen oder ob sie nur träumt.