Daniel Kehlmann – Ruhm

Mein zweiter Roman von Daniel Kehlmann (inzwischen ist er noch erfolgreicher geworden) besteht auf mehreren Kurzgeschichten mit sehr unterschiedlichen Stilen: klassische 3.-Person-Perspektive, Ich-Erzähler bis hin zu Blog-Artikel. Auch wenn es keinen strengen chronologischen oder kausalen Zusammenhang zwischen den Einzelgeschichten gibt, so haben sie trotzdem eine gewisse Überlappung, die sie verbindet.

Kehlmann geht in den Geschichten verschiedenen Aspekten von persönlicher Identität und ihrer Eingebettetheit im sozialen Gefüge ein: Der Schauspieler, dessen Identität von einem Double übernommen wird; der Ehemann mit den zwei Leben, zwei Häusern und zwei Frauen; die krebskranke alte Frau, die sich dann doch nicht das Leben nehmen will.

Mehrfach treten diese Personen in den Erzählungen mit dem Autor in Dialog, tritt der Autor in seiner eigenen Erzählung als Autor auf.

Am Ende hatte ich das Gefühl, dass die Kehlmann nicht so richtig wusste, wie er die einzelnen Handlungsstränge zusammenfügen oder wenigstens bündig abschließen sollte. So wirkte der Schluss etwas abrupt für mich.

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