Jan Weiler – Drachensaat

Jan Weiler setzt setzt sich in diesem Roman mit einem der Thema auseinander, das die öffentliche Diskussion in den vergangenen Jahren wiederholt bewegt hat. Das Stichwort ist “Neiddebatte”.

Mit ironischer Distanz lässt er die Romanfiguren die Argumente vortragen. Ironischerweise ist es der entführte Spitzenmanager, der darauf hinweisen muss, dass sich an der Debatte – sofern denn einmal jemand versucht, sie ernsthaft in der Öffentlichkeit zu führen – keiner mit ernsthaften Argumenten beteiligt. Statt dessen werden die immer gleichen Vorwürfe geäußert und Konflikte geschürt.

Weiler versucht mit seinem Roman einen Schritt weiter zu gehen. Der dritte Teil seiner Erzählung besteht aus einer Reihe von fiktiven Zeitungsartikeln in denen er wie ich finde ziemlich treffen die Stile der Nachrichtenagenturen und Zeitungen imitiert und zeigt, wie Diskussionen mehr oder weniger unwillkürlich von Medien gesteuert werden.

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