Emile Zola – Nana
In diesem Roman seiner großen Enzyklika des Frankreichs seiner Zeit beschreibt Zola die scheinheilige Moral im Paris kurz vor der Jahrhundertwende. Die Grenze zwischen Adel und Bürgertum bröckelt und die meisten der Romanfiguren stellen Dirnen nach, die sie ruinieren oder haben (im Falle der Ehefrauen) selbst Liebschaften. Unter der Punksucht der Dirnen gehen über Jahrhunderte zusammengeraffte Vermögen buchstäblich in Rauch auf und die Menschen werden von ihren Gefühlen schier wahnsinnig.
So sehr mir Zolas Bücher bisher gefallen haben, dieses schien mir zum ersten Mal übertrieben.