Archive for January, 2010

Nancy Duarte – slide:ology

Monday, January 25th, 2010

Duarte hat einige der größten Firmen der letzte 20 Jahre im Zusammenhang mit ihren Folienpräsentationen beraten, darunter Adobe, Google und Microsoft. In diesem Buch hat sie eine Art Manifest geschrieben, in dem sie wesentliche Designentscheidungen zusammengefasst hat.

Das Buch ist nicht nur hilfreich sondern auch schön, denn die Art der Darstellung der Inhalte orientiert sich wirklich an dem, was beschrieben wird. Allein die Idee, die Acknowledgements visuell als eine Art Netzwerk darzustellen ist bereits eine Anregung, mehr als Bulletpoint auf Folien zu schreiben.

Ein sehr schönes Buch, das in Zukunft zu meiner Referenzlektüre beim Erstellen von wichtigen Präsentationen werden wird.

Jospeh Campbell – The Hero with a Thousand Faces

Monday, January 25th, 2010

Über mehrere Jahre schon wollte ich dieses Buch lesen und letztes Jahr war es um die Weihnachtszeit endlich soweit. Zeit und Ruhe zum Lesen hatte ich eigentlich genug, trotzdem habe ich nach der Hälfte der Seiten aufgegeben.

Warum?

Zunächst einmal besteht das Buch für mein Empfinden im wesentlichen aus Zitaten. Man mag einwenden, dass das auch richtig so sei, schließlich geht es um den Nachweis, dass die Mythen aller Kulturen weltweit und durch die Zeit hindurch doch immer wieder dieselbe Geschichte erzählt haben. Klar, um diese Behauptung abzusichern, ist eine Menge Literaturexegese unerlässlich. Hier scheint Campbell ungeheure Mengen von Zeit in Bibliotheken zugebracht zu haben und dazu noch Sekundärliteratur in den unterschiedlichsten Sprachen studiert zu haben, wie die Literaturverweise und zahlreichen Fußnoten belegen. Letztere erreichen bisweilen übrigens zum Teil ein 1:1-Verhältnis zum Text, d.h. eine Seite normaler Text erhält eine weitere Seite Fußnote beigestellt. Das unterbricht den Lesefluss.

Was mich jedoch mehr gestört hat ist die Vermischung mit der psychoanalytischen Traumdeutungslehre. Immer wieder zitiert Campbell Traumbeschreibungen, um die Theorie abzustützen, dass menschliches Denken und Empfinden immer um dieselben Geschichtsarchetypen revolviert. Ihm muss doch klar gewesen sein, dass er mit diesen Traumbeschreibungen im popperschen Sinne nichts beweisen kann. Von meinen Träumen sah kein einziger so aus aus wie die Geschichtsarchetypen, von deren Existenz ausgeht. Diese Tatsache stellt ebenso keinen Gegenbeweis dar.

So sehr ich den Grundgedanken des Buches reizvoll finde, die Darstellung spricht mich nicht an.

David Allen – Getting Things Done Fast

Friday, January 8th, 2010

Nachdem ich die letzten Jahre immer wieder darum herumgekommen bin, “Getting Things Done” zu lesen hat mich das Thema jetzt in Form eines Hörbuchs doch noch eingeholt.

Allens Methodologie zur Strukturierung von Aufgaben ist ziemlich einfach. “Arbeitskontexte”, “Aufgaben” und “Projekte” lassen sich ebenso leicht verstehen wie “Weekly Reviews” und das von ihm immer wieder unterstrichene “goal oriented thinking”, bei dem zunächst das positive Ergebnis eines Arbeitsprozesses gedacht wird und dann rückwärts von dort die nächsten notwendigen Aufgaben definiert werden.

Im Prinzip ist das alles nichts neues und das gibt Allen auch offen zu. Was er hinzugefügt hat ist eine einfache Beschreibung eines Gesamtsystems, das sowohl berufliche als auch private Aufgaben ordnet, priorisiert und delegiert.

Mit der Jahreswende 2009/2010 habe ich das für mich implementiert. In diesem Zusammenhang kann ich Tracks empfehlen, das man bei Morphexchange kostenlos testen kann und das ich seither benutze, um meine Aufgaben nach Projekten, Kontexten und Fälligkeitsdaten zu strukturieren.