Archive for March, 2008

Aldous Huxley – The Island

Sunday, March 30th, 2008

Dieser Roman gehört zum Spätwerk von Huxley. Hier fasst er nochmal seine wesentlichen utopischen Ideen zusammen. Der Protagonist, eine Art moderner Freischerler auf dem globalen Markt, getarnt als Journalist, strandet auf einem verbotenen Südseeidyll, auf dem sich eine Kommune von Utopisten ihr Paradies geschaffen hat.

Wie in Brave New World wird die Trennung der Sexualität von der festen Bindung an den Partner praktiziert; Teenager erhalten ab dem Alter von 15 Unterricht in tantrischen Techniken. Auch die klassische Bindung der Kinder an ihre Eltern ist abgeschafft. Stattdessen gibt es Gruppen von ca. 20 herkömmlichen Elternpaaren, in denen die Kinder frei ihre gerade aktuellen Erzieher auswählen können.

Auch in “The Island” werden psychodelische Drogen eingesetzt, um eine Bewußtseinserweiterung zu erzeugen, die hier als eine Art spiritueller Erfahrung erlebt wird.

Ansonsten leben die Menschen in Frieden miteinander, wirtschaftliche Konkurrenz ist abgeschafft.

Viele der utopischen Ideen erscheinen vor den heutigen Erkenntnissen fast naiv, etwa die Trennung der Kinder von einer festen Bezugsperson. Andere Ideen wie die Ablehnung der puren Leistungsorientierung haben klar etwas für sich. Am Ende scheitert das Paradies an der Konfrontation mit dem Rest der Welt.