Emile Zola – Die Beute
Wednesday, September 27th, 2006In Hann. Muenden hat ein neues Antiquariat mit dem Namen “Auslese” in der Burgstrasse aufgemacht. Auf einem unserer Spaziergaenge durch die alte Heimat kehrten Birte und ich dort ein und fanden wirklich eine sehr ausgewaehlte mehrsprachige Buechersammlung vor.
Eine inzwischen als historisch zu bezeichnende dt. Uebersetzung von Zolas “Beute” mit einem echt DDR-sozialistischen Nachwort der Herausgeberin.
Zola beschreibt im Roman den Emporkoemmling Saccard, der mit Grundstuecksspekulationen waehrend der grossen baulichen Umgestaltung von Paris ein Vermoegen macht und auf rauschenden Festen verschleudert. Er ist der Prototyp des Geldmenschen. Seine Hochzeit brachte ihm das Startkapital fuer seine Spekulationen. Danach verwendet er seine diamantengeschmueckte Frau nur noch dazu, seinen Reichtum in der Gesellschaft zu praesentieren und damit seinen Kredit bei den Glaeubigern zu steigern.
Fuer seine an sich grund-anstaendige Frau eskaliert die Lage, nachdem sie ein Liebesverhaeltnis mit Saccards Sohn aus erster Ehe eingeht und dieses Verhaeltnis eines Abends von ihrem Mann entdeckt wird. Saccard begnuegt sich damit, sie zur Strafe um ihr Erbe zu betruegen. Sie geht daran zugrunde.