Archive for March, 2005

Inge Scholl – Die Weiße Rose

Friday, March 11th, 2005

Eindrucksvolle Schilderung der Umstände des Widerstands der Geschwister Scholl und ihrer Freunde im München des 2. Weltkriegs.

Ohne diese Lektre hätte ich vom gerade angelaufenen Film “Die letzten Tage der Sophie Scholl” wenig gehabt.

Graham Green – Leviathan

Saturday, March 5th, 2005

In einer langweiligen französischen Kleinstadt amüsieren sich die Kunden der gleicherma�en selbstherrlichen und abgehalfterten Restaurantbesitzerin Londe mit ihrer 17jährigen Nichte Angele, die zur Prostitution gezwungen wird.

Der spröde Gueret verliebt sich in Angele, verliert darüber den Verstand, mi�handelt sie schwer und prügelt einen bis dahin nicht in der Handlung auftauchenden Alten mit dessen eigener Krücke zu Tode.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen verliebt sich eine gelangweilte Gro�bürgersfrau in Gueret und versucht am Ende gar einen Suizid, weil er weiter Angele und nicht sie liebt.

Für mich blieben die Personen und ihre Handlungen unverständlich.

eine Houellebequesche Person

Saturday, March 5th, 2005

In den gesammelten Rezensionen der Single-Generation bekommt Houellebeque wenig guten Noten.

Da� er mit seinen Charakterstudien manchmal doch an die Realität heranreicht zeigt dieses Interview in der Zeit.

Herrmann – Maschinelles Lernen und Wissensbasierte Systeme

Friday, March 4th, 2005

genaue Literaturangabe: Herrmann, Jürgen: Maschinelles Lernen und Wissensbasierte Systeme, Springer, 1997, ISBN 3-540-61302-1

interessant für Magisterarbeit: Herrmann hat einige illustrative Beispiele, woran die �bertragung von Expertenwissen in Maschinen häufig scheitert und erklärt diese ausführlich.

Ansonsten ist die �bersicht über das Thema aus dem Titel weder erschöpfend noch ordentlich strukturiert.

De Crescenzo – Und sie bewegt sich doch

Thursday, March 3rd, 2005

Im Klappentext wird Luciano De Crescenzos Liebe zur Philosophie hervorgehoben. Sicher ist er um sein Wissen ber italienische Philosophiegeschichte – in diesem Band besonders Philosophen der Renaissance – zu beneiden, nicht aber für die Art und Weise, wie er sie “zum besten” gibt.

Er zeigt viel von seinem Wissen, indem er dies anreißt und jenes bespöttelt, ohne dem Leser je soviel mitzuteilen, darüber hinterher selbst mitreden könnte. Das ist Sophismus, keine Philosophie.

Am schlimmsten sind seine “A propos”-Abschnitte, in denen er sich der freien Assoziation zu den Namen ausgewählter Philosophen versteigt. Damit könnte er als Lehrer nicht einmal in der Mittelstufe Begeisterung ernten.