Archive for the ‘Romane’ Category

Joe Simpson – This Game of Ghosts

Saturday, August 23rd, 2014

In diesem Buch beschreibt Simpson autobiographisch sein Leben als Bergsteiger. Vermischt wird die Darstellung der Fakten immer wieder mit philosophischen Gedanken zum Bergsteigen und vor allem zum Tod. Bewegt durch den Tod vieler Bergsteigerfreunde entwickelt Simpson seine eigene Philosophie vom Leben beim Bergsteigen, dass durch Angst und Konzentration im – für ihn – Idealfall nur noch auf den Augenblick reduziert wird. Die unmittelbare Furcht vor dem Tod verdrängt alle bösen Erinnerungen, alle Sorgen um die nächste Rate für den zu zahlenden Kredit.

Für mich wirken diese Gedanken pathetisch und fern von der Lebensrealität. Allein schon für seine philosophischen Gedanken braucht Simpson ja ein Leben jenseits des Augenblicks, noch dazu, um darüber zu schreiben. Am Ende kommt es mir vor wie der hilflose nachträgliche Versuch einer rationalen Erklärung für eine Aktivität, die aus irrationalen Motiven heraus geboren wurde. Dass er Sartre dazu zitiert hilft seiner Sache auch nicht.

Richard Preston – The Cobra Event

Saturday, January 11th, 2014

Nachdem Preston bereits vorher schon einmal über einen fiktiven Ausbruch von Ebola in der westlichen Welt geschrieben hat (verfilmt u.a. mit Dustin Hoffmann) beschäftigt er sich in diesem Roman mit biologischen Waffen und einem Terroristen, der New York City mit immer größeren Dosen eines künstlich hergestellten Virus verseucht.

Spannend fand ich insbes. 2 Dinge im Roman: 1. Ist ein Teil seiner Geschichte auch ein draufgängerischer Waffeninspektor, der im Irak biologische Massenvernichtungswaffen findet. Hier hat Preston offensichtlich eine andere Meinung als es die Fakten hergeben und wahrscheinlich auch eine eigene Agenda.

2. schreibt er über die US-Amerikanischen Sicherheitsorgane in einer Weisen die offenbar grenzenloses Vertrauen in den Staatsapparat rechtfertigen soll. Und das, obwohl er selbst im Roman erwähnt, dass die Sicherheitsorgane beim Una-Bomber komplett versagt haben.

Bizarr ist auch eine Passage ganz am Ende des Buches, wo einer der Protagonisten die Ehefrau des bereits erwähnten Waffeninspektors über dessen Tod informieren muss. Von Beileid kaum eine Spur; statt dessen ein Gespräch mit der Witwe darüber, was der Verblichene alles für sein Land getan hat.

Trotz solcher Stilblüten sehr unterhaltsam. Im Nachwort gesteht Preston auch offen zu, dass er eine Diskussion über biologischen Kampfmittel in der breiten Öffentlichkeit triggern will. Und damit hat er ja einen sehr validen Punkt.

Haruki Murakami – Kafka am Strand

Friday, August 23rd, 2013

Murakumi beschäftigt sich in diesem Roman mit dem Erwachsenwerden in Person des 15-jährigen Kafka Tamura. Er läuft von zuhause weg, findet Unterschlupf in einer Privatbibliothek und trifft dort auf eine Frau, die seit ihrem 20. Lebensjahr die Erinnerung an ihre Jugendliebe nicht aufgeben konnte.

Letztlich lehrt sie Kafka, nicht den gleichen Fehler zu begehen sondern zurück zu kehren ins richtige Leben und trotz der Erinnerungen weiter zu leben.

Haruki Murakami – A Wild Sheep Case

Thursday, August 8th, 2013

Murakami schreibt hier eine Mischung aus Detektivroman und Fantasy-Geschichte. Der Aufzug im Hotel hält zwischen zwei Stockwerken. Dort findet sich auch das Zimmer des ominösen Sheep Man.

Für mich eine Spur zu surreal.

Haruki Murakami – The Wind-Up Bird Chronicle

Thursday, August 8th, 2013

Es geht darum, wie einfach ein geordnetes Leben in Stücke brechen kann. Murakami verknüpft dies in einer Geschichte, die unmerklich ins irreale übergeht.

Haruki Murakami – Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Gefährliche Geliebte)

Thursday, August 8th, 2013

In diesem Roman geht es um die Suche nach der 1. großen Liebe in den folgenden Beziehungen im Leben.

Haruki Murakami – Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

Wednesday, August 7th, 2013

Der ansonsten eher öffentlichkeitsscheue japanische Autor Murakami schreibt in diesem Buch sehr autobigrahpisch über seine 25-jährige Liebe zu Langstreckenläufen und wie ihn diese in seiner Arbeitsweise beeinflusst haben.

Ziemlich spannend auf diesem Weg einen Einblick in sein Denken und Schaffen zu finden!

Emile Zola – Der Roman eines Konträrsexuellen

Tuesday, August 6th, 2013

In dieser kurzen Erzählung beschäftigt sich Zola mit Homosexualität bei Männern. Wenn auch streckenweise klicheehaft erzählt, bemüht sich Zola dennoch, dem Phänomen literarischen Raum zu schaffen.

Ob die Schilderung gelungen ist oder nicht kann und will ich nicht beurteilen. Was ich bemerkenswert finde ist, dass er sich zu seiner Zeit getraut hat, auch darüber zu schreiben.

Mark Haddon – The Curious Incident of the Dog in the Night-Time

Sunday, February 10th, 2013

Haddon beschreibt in seinem Roman die Welt aus der Sicht eines Jungen mit Asperger-Syndrom, einer milden Form von Autismus. Der Ich-Erzähler Christopher findet eines Nachts den Hund einer Nachbarin aufgespießt mit einer Gartenforke auf dem Rasen vor ihrem Haus.

Er entschließt sich dazu herauszufinden, wer den Hund getötet hat und erfährt dabei am Ende mehr über seine eigene Familie als über den toten Hund.

So sehr das Buch gelobt wird (Whitbread Book Award, Commonwealth Writers’ Prize, Guardian Children’s Fiction Prize), für mich wirkte die Geschichte doch eher fad. Der Autor versucht ehrlich, sich in die Perspektive eines Kindes mit Asperger-Syndrom zu versetzen, aber am Ende gelingt ihm das ebensowenig wie der Versuch, als Mensch durch das Facettenauge eines Insekts zu schauen.

Wenig hilfreich auch die klischeehafte Detailverliebtheit in Zahlen und Logikrätsel, noch dazu, wenn dabei so dumme Fehler im Buch sind die falsche Höhenangabe eines Berges (Mt. Kinabalu).

Am Ende nicht überzeugend.

Khaled Hosseini – Kite Runner

Sunday, February 10th, 2013

Hosseini hat einen Roman über die jüngere afghanische Geschichte seit 1975 geschrieben. Es geht um ethnische Konflike in Afghanistan und die Kriege, die das Land seit Beginn der 1980er Jahre praktisch dauerhaft im Griff behalten und am Boden halten.

Sehr lebhaft wird die Geschichte erzählt aus der Ich-Perspektive des kleinen Amirs erzählt, der alleine mit seinem Vater in Kabul aufwächst.

Sehr lesenswert.