Joe Simpson – Touching the Void
Friday, March 29th, 2013Der Autor beschreibt eine Erstbesteigung eines 6000ers in Peru. Bereits auf dem Aufstieg von schlechtem Wetter überrascht und mit zu wenig Nahrung und Gas zum Schmelzen von Trinkwasser stürzt Joe Simpson auf dem Abstieg und bricht sich ein Bein. Über 1000 Meter wird er von seinem Kletterpartner Simon abgeseilt, bis er in der Nacht und bei Schneesturm über einen Überhang stürzt und im Seil hängen bleibt. Nach zwei Stunden verlassen Simon die Kräfte und er droht ebenfalls abzustürzen. Er entscheidet sich, das Seil zu Simpson zu durchtrennen, um wenigstens sein eigenes Leben zu retten.
Joe Simpson stürzt in eine Gletscherspalte. Stark dehydriert und mit mehrfach gebrochenem Bein gelingt es ihm alleine über den Gletscher humpelnd und kriechend zurück zum Lager zu gelangen, wo ihn seine Freunde fassungslos entdecken.
Im Buch geht es vor allem um zwei Dinge:
1. Den unglaublichen Überlebenswille von Joe Simpson, der ihn trotz nahendem Erfrierungstod, völliger Entkräftung und starker Fraktur dazu bringen, über mehrere Tage ohne Nahrung und Flüssigkeit über den Gletscher zurück zum Lager zu gelangen.
2. Das moralische Dilemma seines Freundes Simon, der das Seil durchtrennt hat, um zumindest sein eigenes Leben zu retten in der festen Annahme, dass er Joe nicht retten kann. Die Aussagen dazu wiederholen die Rechtfertigung so oft, dass die Entscheidung für beide immer bleiben wird, was sie ist: ein Dilemma.
Faszinierende Lektüre!