Richard L. Brandt – one click – jeff besoz and the rise of amazon.com
January 1st, 2012Walter Isaacson – Steve Jobs
January 1st, 2012Michael Wolf – The Man Who Owns the News – Inside the Secret World of Rupert Murdoch
December 4th, 2011Eine Biographie, die mir die Augen geöffnet hat. Mit dem Wertesystem des Bildungsbürgertums erzogen bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass man das Zeitungsgeschäft auch einfach gewinngesteuert betreiben kann. Das funktioniert sogar noch besser, wenn alle anderen weiter an ihrem bildungsbürgerlichen Wertesystem festhalten.
Dies scheint einer der Ecksteine von Rupert Murdochs beispielloser Erfolgsgeschichte zu sein. Seitdem lese ich Zeitungen wieder viel aufmerksamer und verstehe auch das Verhalten der Springer-Presse ein bisschen besser.
Paul A. Samuelson & William A. Barnett – Große Ökonomen im persönlichen Gespräch
December 4th, 2011Dem Buch liegt eine eigentlich gute Idee zugrunde: Kapazitäten auf dem Gebiet der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre interviewen sich in vertraulichen Gesprächen.
Für jemanden, der wie ich keines der beiden Fächer studiert hat, ist das Buch trotzdem praktisch unlesbar, da praktisch auf jeder Seite Bezug auf Theorien und Personen genommen wird, die ich nicht kenne.
Chinua Achebe – Heimkehr in ein fremdes Land
December 4th, 2011Achebe schreibt über einen Nigerianer, der nach seinem Studium in England in sein Land zurück kehrt, um dort für die Regierung aktiv zu werden.
Eigentlich ein ehrlicher Mensch, wird er dennoch schnell Teil der korrupten Administration, was ihn schließlich zu Fall bringt.
Martin Suter – Der letzte Weynfeldt
December 4th, 2011Michelle Houellebecq – Karte und Gebiet
November 29th, 2011Houellebecq hat sich spürbar weiterentwickelt und ist nicht mehr auf sein Skandalautorimage angewiesen. Seine zwanghaften Beschreibungen pornographischer Szenen haben in den vorigen Romanen häufig in den Hintergrund gedrängt, dass er auch noch zu anderen Themen Meinungen zu äußern hatte. Das ist nun vorbei.
In Karte und Gebiet sind tritt der verkrachte Skandalautor Michelle Houellebecq selbst auf und wird grausam ermordet. Die Ambivalenz zwischen Alleinsein und Einsamkeit, gescheiterter Liebe und der Last des Erfolgs sind die Kernthemen.
Rüdiger Nehberg – Die Autobiographie
November 29th, 2011Bereits im Grundschulalter habe ich Nehbergs Bücher über Survival aus der Stadtbibliothek in Hann. Münden ausgeliehen. Mehr als 20 Jahre später brachten uns Freunde aus Saarbrücken dann dazu, einen seiner Vorträge zu besuchen.
Wenig später kam dann seine Autobiographie bei uns ins Haus. Nehbergs Lebenswerk ist bereits zu Lebzeiten beeindruckend und vorbildhaft.
Das hilft auch dabei, über einige Fragezeichen hinwegzusehen. “Echtes Abenteuer” beispielsweise schließt für ihn eine Versicherung aus. Irgendwie bringt er hier durcheinander, dass die Versicherung nicht das Risiko eines Schadens verringert sondern lediglich im Fall des Eintritts eines Schadereignisses den Schaden eindämmt.
Trotz allem: Nehberg kämpf unermütlich und insbes. erfolgreich für den Schutz von Minderheiten und gegen Genitalverstümmelung. Sein track record ist bislang ungeschlagen.
Haruki Murakami – Naokos Lächeln
May 2nd, 2011Sehr einfühlsam – aber zum Glück nicht gefühlsduselig – beschäftigt sich Murakami mit (Jugend-)Liebe und Tod; Freud hätte seine Freude daran gehabt.
Der Protagonist Toru Watanabe verliert erst seinen engen Jugendfreund noch während der Schulzeit. Später, während des Studiums, kommt er mit dessen Jugendliebe Naoko zusammen, die von Depressionen und Suizidgedanken gequält wird, sodass sie schließlich ihr Studium abbrechen und in dauerhafte psychologische Behandlung muss.
Dort besucht er sie mehrmals in der Hoffnung, dass sie eines Tages ein glückliches gemeinsames Leben führen können. Während Torus Hoffnungen immer größer werden und er am Rande von Tokyo bereits ein kleines Häuschen samt Katze und Garten bezogen hat, in das Naoko nur noch einziehen muss, dreht sich für Naoko die Spirale nach unten; am Ende begeht sie Selbstmord.
Parallel ist es auch eine Geschichte über die Liebe zu mehreren Frauen, denn Toru verbringt mehr und mehr Zeit mit seiner Komilitonen Midori. Sie ist das Gegenteil von Naoko: schrill, kaum berechenbar, launisch. Toru ist zwischen beiden hin- und hergerissen, zwischen Naoko und Midori, zwischen Tod und Leben, bis er schließlich realisiert, dass Naoko tot und Midori lebendig ist.